Vorträge
Montag, 29. November 2021, 19:00 Uhr

Literaturhaus Zürich, Limmatquai 62, 8001 Zürich


Tickets:
www.literaturhaus.ch, Telefon: 044 254 50 00

Es gilt die 3G-Regel – geimpft, genesen, getestet
Für den Einlass an die Veranstaltung bitten wir um das Vorweisen eines gültigen Covid-Zertifikats zusammen mit einem Ausweisdokument mit Foto.

In allen öffentlich zugänglichen Räumen (Treppenhaus, Lift, Foyer, Toilette) gilt Maskenpflicht.
Am Sitzplatz darf die Maske abgelegt werden.

Professor Dan Diner

Ein anderer Krieg

Moderation: Martin Meyer und Eric Gujer

Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2021

Dieses Buch erzählt die Anatomie des Zweiten Weltkrieges aus einer ungewohnten Perspektive: Im Zentrum des Geschehens steht das jüdische Palästina, gelegen am Schnittpunkt der europäisch-kontinentalen und außereuropäisch-kolonialen Wahrnehmung. Die Kernzeit dieser raumgeschichtlich angelegten Erzählung liegt zwischen dem Abessinien-Krieg 1935 und den Schlachten von El Alamein und Stalingrad 1942. Die Verschränkung zweier, für sich jeweils anderer Kriege – dem Zweiten Weltkrieg und dem Kampf um Palästina – konstruiert das eigentliche Drama der Erzählung und durchzieht als roter Faden das Buch. Es entsteht ein dichtes Gewebe von Ereignisfacetten, das im global geschilderten Großereignis des Zweiten Weltkrieges durch eine besondere Sicht bislang wenig beachtete Konturen hervortreten lässt.

Professor Dan Diner

Deutsch-israelischer Historiker

Dan Diner, geboren 1946, lehrt Moderne Geschichte an der Hebräischen Universität zu Jerusalem. Der international anerkannte Historiker war von 1999 bis 2014 Direktor des Simon-Dubnow-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig und ist Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften. Dan Diner steht der Alfred Landecker Stiftung vor. In seinem Werk verknüpft der Autor thematisch Stränge europäischer Geschichte mit denen des Nahen und Mittleren Ostens sowie jüdischer Geschichte in universalhistorischer Absicht. Sein Sachbuch «Ein anderer Krieg. Das jüdische Palästina und der Zweite Weltkrieg 1935–1942» wurde für den Preis der Leipziger Buchmesse (Kategorie: Sachbuch/Essayistik) nominiert.