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Herbstsemester 2008: «Amerika und die Welt»
Dienstag, 23. September 2008, 18.15 Uhr
Universität Zürich, Rämistrasse 71, Aula, KOL-G-201
Publizistin und Historikerin
Die Vereinigten Staaten von Amerika polarisieren: spätestens seit der zweiten Intervention im Irak ist ihre aussenpolitische Mission nicht nur umstritten, sie wird auch angefeindet. Allerdings mehren sich die Anzeichen, dass die Supermacht allmählich wieder mehr Kredit – und Freunde – gewinnt. Dies sowohl vor dem Hintergrund des Kriegs im Kaukasus als auch vor dem nun absehbaren Ende der Ära Bush. Die bekannte amerikanische Publizistin Anne Applebaum erforscht das Spektrum der Sympathien.
Vortrag in Englisch.
Anne Applebaum ist Publizistin und Historikerin. Nach dem Studium der Geschichte und Literaturwissenschaften an der Universität Yale war sie Marshall Scholar an der London School of Economics und am St. Antony's College in Oxford. Ihre journalistische Tätigkeit begann sie 1988 als Korrespondentin des The Economist in Warschau, für den sie in den folgenden Jahren vom Zusammenbruch des Kommunismus berichtete. 1992 arbeitete sie für The Spectator als Auslandsredaktorin und anschliessend als stellvertretende Chefredaktorin. Zwischen 2002 und 2006 war sie Mitherausgeberin der Washington Post. Neben zahlreichen Publikationen in namhaften Zeitungen und Journalen ist sie auch für Radio und Fernsehen tätig. Für ihre publizistische Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet. 1992 erhielt sie den Charles-Douglas-Home-Memorial-Trust-Award für Journalismus in der Ex-Sowjetunion und 1995 den Adolph Bentinck Prize for European Non-fiction für ihr erstes Buch "Between East and West: Across the Borderlands of Europe". 2004 wurde ihr für "Gulag: A History" der Pulitzer-Preis verliehen. Anne Applebaum war im Frühjahr 2008 Fellow an der American Academy in Berlin.
