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Frühjahrssemester 2010
Dienstag, 20. April, 18.15 Uhr
Universität Zürich, Rämistrasse 71, Aula, KOL-G-201
Botschafterin
Spätestens seit dem kriegerischen Konflikt zwischen Russland und Georgien entwickelt die Region des Kaukasus eine gefährliche Dynamik, die von vielen und divergierenden Interessen zusätzlich alimentiert wird.
Die Schweizer Botschafterin Heidi Tagliavini leitete im Auftrag der Europäischen Union die Untersuchung über den Krieg um Südossetien, verfasste hierzu einen ausführlichen Bericht und ist darüber hinaus eine ausgewiesene Kennerin der Region.
Heidi Tagliavini ist Schweizer Botschafterin. Sie studierte in Genf und Moskau Philologie. Seit 1982 ist sie im Schweizerischen diplomatischen Dienst tätig; in Bern, Peru, den Niederlanden und Moskau. 1995 war sie Mitglied der OSZE-Unterstützungsgruppe in Tschetschenien. Von 1998 bis 1999 war Tagliavini Stellvertretende Leiterin der UNO-Beobachtermission in Georgien (UNOMIG). Der Bundesrat ernannte sie 1999 zur Botschafterin und Chefin der Politischen Abteilung IV der Politischen Direktion. 2000 und 2001 war Tagliavini die persönliche Vertreterin des amtierenden Vorsitzenden der OSZE für Missionen im Kaukasus. 2002 bis 2006 führte sie als Sonderbeauftragte des UNO-Generalsekretärs die Beobachtermission der Vereinten Nationen (UNOMIG) in Georgien.
2008 wurde Tagliavini von der EU mit der Leitung der Untersuchungskommission zum russisch-georgischen Krieg um Südossetien beauftragt. Der Bericht ist im Oktober 2009 erschienen. Im Januar 2010 leitet sie die OSZE-Mission zur Beobachtung der Präsidentenwahlen in der Ukraine.
