Vortrag

Zyklus

Frühjahrssemster 2010

Donnerstag, 18. März, 18.15 Uhr
Universität Zürich, Rämistrasse 71, Aula, KOL-G-201

Foto Karl Fürst zu Schwarzenberg

Karl Fürst zu Schwarzenberg

Senator

Gegenwart und Zukunft Mitteleuropas

Die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise hat auch die Länder Mittel- und Osteuropas in Mitleidenschaft gezogen. Dies hat Auswirkungen insbesondere auch auf die demokratischen Prozesse und Institutionen. Hinzu kommt, dass der russische Nachbar die strategischen Entwicklungen nicht ohne Argwohn verfolgt.
Karl Fürst zu Schwarzenberg, von 2007 bis 2009 Aussenminister der Republik Tschechien, ist wie wenige dazu berufen, die Aktualitäten zu durchleuchten und Perspektiven aufzuzeigen.

In Zusammenarbeit mit dem Europa Institut an der Universität Zürich

Kurzbiographie

Karl Fürst zu Schwarzenberg ist Senator der Tschechischen Republik. In Wien und Graz studierte er Rechtswissenschaften, in München Forstwirtschaft. 1979 wurde er Oberhaupt des Hauses Schwarzenberg und verwaltete die Güter der Familie in Österreich und Bayern. Von 1984 bis 1991 war Schwarzenberg Präsident der Internationalen Helsinki-Föderation für Menschenrechte und unterstützte 1986 die unabhängige tschechoslowakische Literatur auch durch die Gründung eines Dokumentationszentrums. Für dieses Engagement wurde ihm mit Lech Walesa 1989 der Menschenrechtspreis des Europarates verliehen. Bereits seit den sechziger Jahren war Schwarzenberg in der österreichischen Politik aktiv. Ein hohes politisches Amt bekleidete er zuerst als Kanzler der Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik unter Präsident Vaclav Havel. Seit 2005 ist er Senator und von 2007 bis 2009 war er Aussenminister der Tschechischen Republik. Während der Tschechischen EU-Ratspräsidentschaft 2009 war er auch Präsident des europäischen Ministerrats. Er ist Vorsitzender der 2009 neu gegründeten Partei TOP09.

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