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Herbstsemester 2009
Donnerstag, 19. November 2009, 18.15 Uhr
Universität Zürich, Rämistrasse 71, Aula, KOL-G-201
Universität Bamberg
Klimakollaps, Vergreisung, Schweinegrippe, Atomkrieg und so weiter – es wäre ja schön, wenn wir es nur mit einer tickenden Zeitbombe zu tun hätten. Viele sind es, und jede ist kurz davor, hochzugehen. Entweder wir handeln sofort, oder alles ist zu spät. Dies ist der Tenor einer weltöffentlichen Katastrophenfolklore mit wechselnden Themen, gleichbleibender Untergangsangst und steigender Unsicherheit von Prognosen. Niemand kann wissen, was zutrifft, es sei denn, man ließe es darauf ankommen. Wer setzt sich in den Krisendiskursen der Weltöffentlichkeit durch? Und wie rational werden diese Diskurse geführt? Der Soziologe Gerhard Schulze sucht Antworten auf diese Fragen.
Prof. Dr. Gerhard Schulze ist Professor für empirische Sozialforschung an der Universität Bamberg. Nach dem Studium der Soziologie in München und Erlangen promovierte er 1975 in Volkswirtschaftslehre an der Universität Nürnberg. 1978 wurde er von der Universität Bamberg als Professor für Methoden der empirischen Sozialforschung berufen. Über den wissenschaftlichen Kreis hinaus bekannt wurde Schulze mit seinem Buch «Die Erlebnisgesellschaft. Kultursoziologie der Gegenwart». Seit dieser Bestandsaufnahme der Gegenwart beschäftigt sich Schulze in zahlreichen Veröffentlichungen, Vorträgen und Beiträgen in Rundfunk und Fernsehen vor allem mit Fragen sozialen und kulturellen Wandels. Sein neuestes Buch «Die Sünde. Das schöne Leben und seine Feinde» erschien 2006 wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Seit Juni 2006 ist Schulze Teilnehmer am Gesprächskreis des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland Horst Köhler.
