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Herbstsemester 2009
Mittwoch, 21. Oktober 2009, 18.15 Uhr
Universität Zürich, Rämistrasse 71, Aula, KOL-G-201
Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, München
Das amerikanische Bankensystem ist pleite, Deutschlands Banken sind angeschlagen. In Osteuropa tickt die Zeitbombe. Ganze Staaten sind vom Konkurs bedroht. Hans-Werner Sinn erklärt, wie das Finanzsystem zur Spielwiese von Glücksrittern werden konnte, und analysiert die Gründe der Krise. Er blickt jedoch nicht nur zurück, sondern benennt auch die Konstruktionsfehler des Rettungspaketes und kommentiert die verbleibenden Risiken. Er spricht sich gegen Staatshilfen für Firmen aus und definiert – ganz konkret – die langfristigen Rahmenbedingungen für ein gesundes Bankenwesen: Sinn fordert, den Banken wesentlich höhere Eigenkapitalquoten für ihr Geschäft vorzuschreiben, um sie wieder zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise zu veranlassen.
Prof. Dr. Hans-Werner Sinn ist Ökonom und Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo). Im Anschluss an das Studium der Volkswirtschaftslehre in Münster promovierte und habilitierte er 1983 an der Universität Mannheim. 1994 erhielt er den Ruf als Professor für Nationalökonomie und Finanzwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er seit 1991 das Center for Economic Studies (CES) und seit 1999 das Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) leitet. Zwischen 2006 und 2009 war er zudem auch Präsident des International Institute of Public Finance. Sinn erhielt für seine Arbeit zahlreiche Auszeichnungen und Ehrendoktortitel. Durch seine wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Stellungnahmen prägte Sinn die öffentliche wirtschaftspolitische Debatte in Deutschland wesentlich mit.
