Zyklus

Frühjahrsemester 2008

Dienstag, 14. Mai 2008, um 18.15 Uhr
Aula der Universität Zürich

Foto Petritsch

Dr. Wolfgang Petritsch

Österreichischer UNO-Botschafter in Genf,
ehemaliger Hoher Repräsentant für Bosnien-Herzegowina

Der Balkan als europäische Herausforderung

Dr. Wolfgang Petritsch ist österreichischer UNO-Botschafter in Genf und gilt als österreichischer Spitzendiplomat und außenpolitischer Experte vor allem für Südosteuropa. Er wurde in Klagenfurt als Angehöriger der slowenischsprachigen Volksgruppe von Kärnten geboren, studierte an der Universität Wien Geschichte, Germanistik, Politologie und Jus, promovierte 1972 in osteuropäischer Geschichte und absolvierte anschließend ein Jahr Fulbright-Stipendium über internationale Beziehungen an der Universität von Süd-Kalifornien in Los Angeles. Von 1977 bis 1983 war er Sekretär und Pressesprecher von Bundeskanzler Bruno Kreisky. Danach trat er ins Außenministerium ein, leitete unter anderem 1994 die „Europa Information“ für den Beitritt Österreichs zur EU, war dann 1995–1997 vorübergehend Chef der Wiener Stadtaußenpolitik und wurde 1997–1999 österreichischer Botschafter in Belgrad und Sonderbeauftragter der EU für den Kosovo. Dabei vertrat er 1999 die EU bei den Friedensverhandlungen von Rambouillet und Paris. Im Anschluss daran wurde er 1999–2002 Hoher Repräsentant der UNO für Bosnien-Herzegowina. 2002 ist Petritsch zum österreichischen Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf ernannt worden. 2003–2005 machte er sich international einen Namen als Präsident des Weltgipfels von Nairobi für ein Totalverbot von Landminen.

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