Vortrag

Zyklus

Frühjahrssemester 2009

Mittwoch, 6. Mai 2009, 18.15 Uhr
Universität Zürich, Rämistrasse 71, Aula, KOL-G-201

Foto Roth

Dr. Jean-Pierre Roth

Präsident des Direktoriums, Schweizerische Nationalbank

Geldpolitik ohne Grenzen
Vom Kampf gegen die Internationalisierung des Frankens zur Internationalisierung der Geldpolitik

Seit der grossen Finanzwirtschaftskrise von 2008 befindet sich die Welt in schwierigen und unabsehbaren Prozessen ökonomischer, aber auch politischer Strategiewechsel. Vermeintlich sichere Entwicklungen haben sich als trügerisch erwiesen, das wichtige Grundkapital Vertrauen in Märkte und Marktteilnehmer ist schwer erschüttert. Staatliche Interventionen, vor wenigen Jahren noch als ebenso undenkbar wie unwillkommen erachtet, greifen stabilitätssichernd in Volkswirtschaften und internationale Unternehmen ein. – Jean-Pierre Roth, Direktionspräsident der Schweizerischen Nationalbank, wird vor diesem Hintergrund zu einem aktuellen Thema sprechen.

Kurzbiographie

Dr. Jean-Pierre Roth ist Präsident des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank. Er studierte Ökonomie und schloss mit einem Doktorat am Institut Universitaire des Hautes Etudes Internationales in Genf (HEI) ab. Nach weiterführenden Studien am Massachussetts Institute of Technology (MIT) in den USA unterrichtete er an der Universität Genf und am Institut HEI. Jean-Pierre Roth trat 1979 in die Schweizerische Nationalbank ein und war in verschiedenen Bereichen in Zürich und Bern tätig. Bevor er 2001 zum Präsidenten des Direktoriums der Nationalbank gewählt wurde, war er vier Jahre lang deren Vizepräsident. Jean-Pierre Roth ist schweizerischer Gouverneur des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington. Von März 2006 bis Februar 2009 war er zudem Verwaltungsratspräsident der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) mit Sitz in Basel.

Bilder

Oswald J. Grübel, Jean-Pierre Roth, Martin Meyer
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