Vortrag

Zyklus

Frühjahrssemester 2009

Dienstag, 24. März 2009, 18.15 Uhr
Universität Zürich, Rämistrasse 71, Aula, KOL-G-201

Foto Tilgner

Ulrich Tilgner

Publizist und Fernsehjournalist

Iran – Gefahren und Hoffnungen

Iran beherrscht den Mittleren Osten auf ebenso undurchsichtige wie nachhaltige Weise. Der Gottesstaat, dessen politische Theologie mit militanten Mitteln nach innen wie nach aussen eingreift, strebt seit langem nach Dominanz in der Region – davon kündete bereits der zermürbende Krieg mit dem Irak. Hinzu kommt, dass auch die Möglichkeit nuklearer Aufrüstung noch immer zur Unberechenbarkeit des Landes und seiner Führung beiträgt. Entscheidend wird sein, ob es gelingen wird, dass sich die Stimmen von Mässigung und Vernunft durchsetzen und den Dialog mit dem Westen produktiv verfolgen werden. Darüber reflektiert Ulrich Tilgner, der über Iran seit Jahrzehnten aus nächster Anschauung berichtet.

Kurzbiographie

Ulrich Tilgner ist Publizist und Fernsehjournalist. Er studierte in Freiburg und Tübingen Kulturwissenschaften, Politische Wissenschaften und Wirtschaftsgeschichte. Seine journalistische Karriere begann er 1976 beim Süddeutschen Rundfunk. Aus dem Nahen und Mittleren Osten berichtet Tilgner seit 1980 für die öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehsender in der Schweiz und Deutschland, sowie für die Nachrichtenagentur dpa und Tageszeitungen. Für seine Berichterstattung über den Kuwait-Krieg (1991) und den Irak-Krieg (2003) erhielt Tilgner 2003 den Hanns-Joachim-Friedrich-Preis für Fernsehjournalismus. Von 2002 bis 2008 leitete er das ZDF-Büro in Teheran und war ZDF- Sonderkorrespondent. Heute arbeitet Tilgner als Korrespondent für das Schweizer Fernsehen. Sein neustes Buch «Zwischen Krieg und Terror» erschien 2006.

Footer Logo
Kontakt | Impressum | Rechtliches